DAS ENSEMBLE DEL ARTE
   
Kulturpreisträger der Stadt Neuburg 2010
Gegründet wurde das Ensemble del Arte Ende 1994 in Neuburg an der Donau. Das Streicherensemble, dessen Mitglieder aus vielen Teilen Bayern stammen, veranstaltet jedes Jahr eine vierteilige Konzertreihe in Neuburg mit Gastdirigenten und -solisten von internationalem Rang aus dem In- und Ausland. Die gegenwärtige Tätigkeit des Ensembles schließt Konzerte in verschiedenen Besetzungen in Deutschland mit ein. Das Repertoire des Ensembles umfasst eine große Bandbreite von Musikstilen, von der Barockzeit bis hin zu zeitgenössischer Musik.



 PRESSESTIMMEN
 

Pressestimmen aus der Konzertsaison 2017 – 2018:

Solist Alexander Korsantia begeistert und vor ihm überzeugt das Orchester. Ein zauberhafter Beginn der Konzertsaison. Mit stehenden Ovationen und Jubelschreien für die überwältigende pianistische Leistung des Solisten Alexander Korsantia endete das erste Konzert des Ensemble del Arte in der neuen Saison. ....  Chopins zweites Concerto für Klavier beginnt mit einer langen Einleitung, die durch das orchester ausgeführt wird.  Der Pianist kündigt seinen Eintritt im Geschehen mit einem von Schmerz geplagten Schrei aus dem höheren Register des Klaviers an.  Mit perfekter Balance zur Orchesterbegleitung durchdrang dieser Schrei den gesamten Raum. Chopin komponierte dieses Concerto für einen Saal mit der Größe des Kongregationssaals: der ideale Aufführungsort, wo nichts an der Innigkeit der Musik verloren geht. .... Der Klang, den Korasntia erzeugte, war so einladend, dass man sich plötzlich mit ihm verbunden fühlte, mit ihm durch die Höhen und Tiefen der Musik bewegte. ... Die Farbpalette war endlos. ... Im voll besetzten Kongregationssaal und unter der einfühlsamen Leitung des Dirigenten Fuad Ibrahimov zeigte sich das Orchester in ausgezeichnete Spiellaune. Bei Mozarts Divertimento D-Dur KV 136 für Streichorchester erlebten die Zuhörer eine exquisite Aufführung voller Spannungskraft und Präzision.
Neuburger Rundschau 02.11.2017

Mitreißend und nie reißerisch: Das Ensemble del Arte beschenkt sein Stammpublikum mit hoher Spielkunst. ..... In einem Bächlein, wie Schubarts Gedichtvorlage meint, hatten die jetzt um die Pianistin Olivia Friemel-Hurley erweiterten Musici ihre Interpretation weniger angesiedelt. Das war schon ein gelegentlich zum mächtigen Strom sich auftürmender Fluss. Es ist das Privileg junger Musiker, wie Olivia Friemel-Hurley und Irakli Tsadaia es sind, sich nur bedingt auf allzu viel ‚süße Ruh an dem Gestade’ einzulassen, ihr Spiel begegnet majestätisch und technisch versiert, gerade Olivia Friemel-Hurley besticht mit einer stupenden Anschlagstechnik, ist indes weniger von einem drängenden Impetus geprägt. ... Während sich die Streicher im Andante doch recht unentschieden ergehen, übernimmt jetzt die Pianistin zunehmend die Führerschaft, woran sich während des Scherzos wenig ändern soll.  Im Thema des vierten Satzes schlägt dann die Stunde von Vater und Sohn Tsadaia: Cello und Geige im innigen Zwiegespräch, in der dritten Variation brandet noch einmal das Hochwasser gefährlich auf, das den Satz rundende Allegretto endet im feinen Dialog von Piano und Geige, das Finale mündet in einen einzigen, sich jetzt total gefunden habenden Spielrausch.
Donaukurier 05.12.2017

Ganz im Klang vereint. .. Im Scherzo wird ‚die Forelle’ dann schließlich in fünf Variationen ausgesponnen, in denen wieder Klavier, Violine und Violoncello dominieren.  Schuberts Werk erklingt im Kongregationssaal erlesen und von der Tonalität entsprechend rein.  Mit großer Sorgfalt erfüllen markante Nuancen den Raum.  Lebensfroh und heiter intonieren die Musiker das Finale, bewusst hell, strahlend, facettenreich, agogisch rein und dynamisch wohl differenziert: Dabei zeigt sich die ganze kammermusikalische Klangfülle, die besonders auch in den ausgereiften Werken Schuberts stets zu erkennen ist.
Neuburger Rundschau 04.12.2017

Hommage an die Heimat.  Das Ensemble del Arte musiziert rasant und gleichermaßen beseelt. ...Das Ensemble del Arte unter Ariel Zuckermann zeigte sich an diesem Abend einmal mehr von seiner besten Seite und beeindruckte mit diesen so farbig und differenzierten Werken. .... Ariel Zuckermann weiß um die Innigkeit und alle Beseeltheit dieser Werke und fordert vom Orchester stets höchste Klangkultur.  Natürlich ist er bekannt für sein erfrischendes Auftreten, für seine so bemerkenswerte Agilität, für sein so galantes Dirigat.  Genau diese Markenzeichen fordert er auch zu Recht von dem so willigen und gut formierten Orchesterapparat.
Neuburger Rundschau 15.01.2018

Wechsel mit grandiosen Folgen.  Beim Ensemble del Arte springt Cellist László Fenyö kurzfristig ein. ... Das Spiel des Cellisten László Fenyö geriet beim Konzert des Ensemble del Arte in Neuburg zum Sensationsauftritt. ... Seine Interpretation des C-Dur-Cellokonzerts von Joseph Haydn war einfach grandios.  Nicht allein in der Erhabenheit über all die hundsgemeinen technischen Finessen dieses mit einem gewissen Understatement kokettierenden Stücks.  Da ist kein Ton in Fenyös Spiel eitler Selbstzweck, ist Sämtliches interpretatorisch verortet.... Und welche Klangfarben da Fenyö seinem exzellent auch tönenden, mal singenden, mal die eigentlich vorgeschriebenen Holzbläser in ihrem Klangkolorit einholenden Instrument entlockt.  Das ist einfach großartig.
Donaukurier 06.03.2018.

Aus drei mach eins, so könnte man die Herausforderung bei jedem Trio, besonders bei einem Klaviertrio, kurz und bündig beschreiben.  Irakli Tsadaia, Giorgi Kharadze und Olivia Friemel-Hurley haben diese scheinbar einfache Aufgabe bravourös gemeistert. Die drei Interpreten schenkten ihrem Publikum einen musikalisch dichten, spannenden und interpretatorisch überzeugenden Abend.  Das Zusammenspiel der drei noch jungen, durchaus impulsiven und zugleich intellektuell disziplinierten Musiker ist von jener Leichtigkeit geprägt, die aus großem Können und aus einen stimmigen, gemeinsamen Stilempfinden kommt.... Aufs Ganze gesehen dominierten Klarheit, wunderbares Gefühl für dynamische Feiheiten und Klangfarben, rhythmische Präzision und das richtige Maß an Emotion.  Olivia friemel-Hurley entfaltet mit feinem Anschlag alle Möglichkeiten des Steinway-Flügels, vom geheimnisvoll-düsteren Piano im Trio Élégiaque Sergei Rachmaninoffs über das Feuer im Kopfsatz des Beethoven-Werks bis zu der süßen Eleganz der Mendelssohn-Melodik.  An der Violine gibt Irakli Tsadaia geradezu eine Demonstration der geigen-Kunst.  Er zeigt, mit wie wenig Bogen wie viel Klang hervorzuzaubern ist, wenn man es wirklich kann.  Er kostet seine Kantilenen voll aus, ohne ins Schwelgerische hineinzugeraten und ist sofort mit energischem Zugriff präsent, wenn etwa bei Beethoven oder Rachmaninoff auch die härtere Akzent gefragt ist.  Der Cellist Georgi Kharadze kann den warmen, weit tragenden Sound seines Instruments in der Tiefe wie auch weit oben auf der A-Seite voll ausspielen.  Wie sich die Drei die durchlaufenden Themen in die Hand geben, das kann man besser wirklich kaum machen.  Aus drei mach eins: Es wirkt, als ob nur einer diese Musik gestalten würde, nur in verschiedenen Farben von Klang und Intensität.  Hinreißend gelingt die witzige, fast übermütige Variationen-Satz aus dem ‚Gassenhauer-Trio’, tief bewegend die bedrohlich-unheimliche Motorik und die verzweifelt-schöne Melodik eines Rachmaninoffs.  Am Ende der verdiente, lang dauernde Beifall.
Neuburger Rundschau 16.04.2018

Gitarrenspiel zum Schwelgen.  Der Solist Steve Cowan begeistert beim Ensemble del Arte. Das Ensemble del Arte öffnete in einem bemerkenswerten Konzert mit optimistischem, zugleich behutsamem Gestus die Fenster zum Frühjahr.  Wieder einmal hatte man einen ausgezeichneten Solisten verpflichtet. ... Mit feinem, sorgsamem Anschlag ließ (Steve Cowan) die Noten in den Raum wirbeln, ließ auch bei hohem Tempo keinerlei Sorgfalt der Tongebung missen und erfreute dazu mit einfühlsamer Nachdenklichkeit in den langsamen Sätzen.  Feinste klangliche Nuancierungen standen der Virtuosität zu Diensten, die Palette der Farben war wohl bestückt.  Mannigfaltige Schattierungen und souverän ausgespielte technische Finessen rundeten das Klangbild ab. Das erschloss sich in seiner ganzen Klasse erst recht in den beiden Zugaben, die Cowan solo darbot. Da ließ sich förmlich schwelgen in feinsinnig sublimem Gitarrenspiel.  .... Das motivierende Dirigat Ariel Zuckermanns führte das Streichorchester des Ensemble del Arte im Neuburger Kongregationssaal zu einer ausgezeichneten Darbietung (Variations on a Theme of Frank Bridge). Punktgenau, in wirkungsvoller Dynamik und exakter Artikulation, wurde das markante Thema angegangen; der Dialog der Stimmen entwickelte sich in stimmiger Dichte.
Neuburger Rundschau 14.05.2018